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Frühjahrsputz und das Wort "Nein"

Unser Frühjahrsputz...

 

Lange habt ihr nichts mehr gehört von uns. das lag an unserem Frühjahrsputz. wir waren fleißig und haben das zimmer unserer Auti-Maus umgestaltet und kräftig ausgemistet.

da kommt einiges zusammen!!!

ich glaube, sie sammelt alles was ihr in die finger kommt. ich habe stunden gebraucht um alles auszusortieren. das lag vor allem daran, das sie kein System beim aufräumen hat und wir ihr keines gegeben haben.

Notiz an mich selbst: Selbst schuld!!!

doch damit ist nun genug!  ich habe radikal ausgemistet und dabei folgendes erlebt.

egal was ich in der Hand hatte,  kann man laut meiner tochter noch gebrauchen und das kann man auf keinen fall wegschmeißen und bei dem wiederum hängen so viele Erinnerungen dran.

mir wurde schnell bewusst, so werden wir den "Ballast"  nicht los. ich habe mir also erst einmal einen plan gemacht, was ich euch auch unbedingt empfehle, wenn ihr ein unstrukturiertes Kinderzimmer ausmisten möchtet.

wichtig dabei ist, das ihr vorher schon genau wisst, wie es hinterher werden soll. so habt ihr das ziel immer vor augen und könnt darauf hin arbeiten.

jetzt geht es um die Umsetzung!  ich habe sehr viel ohne meine tochter gemacht. dinge wo ich weiß, das es einfach irgendwie müll ist, habe ich entsorgt. andere Sachen wo ich mir unsicher war, habe ich erst einmal stehen lassen um sie zu fragen, obwohl mir die antwort selbst schon klar war. einiges haben wir einfach verkauft oder verschenkt und das Geld zur seite gelegt für neue Sachen. das hat meiner tochter sogar spaß gemacht, denn sie hat gerne viel Geld. wer hat das nicht?!

am ende wurde doch einiges ausgemistet und umstrukturiert. es wurden ein paar neue Möbel gekauft und was jetzt noch kommt sind entsprechende Beschriftungen für die Spielzeugkisten. so kann sie ihre Spielsachen zuordnen und es fliegt hoffentlich nicht alles durcheinander.  

liebe Eltern, ihr müsst stark sein und auch tapfer um das durchzustehen. ganz wichtig dabei ist dem Kind klar zu machen, das es nicht alles behalten kann. hierbei kommen wir um ein "Nein" einfach nicht vorbei. dieses stößt natürlich auf Widerwillen, aber wir haben ja ein Endziel im auge. wenn ihr aber bemerkt euer Kind hängt an einer Sache besonders, dann findet ein Kompromiss. beispielsweise verstaut das Spielzeug erst einmal auf dem dachboden oder so.

ihr könnt eure Kinder natürlich am besten einschätzen, dieses sind alles nur Tipps  aus unserem Leben.

bevor wir mit dieser Veränderung angefangen haben, habe ich mit meiner tochter gesprochen und gemerkt wie unsicher sie doch geworden ist. auf der einen seite hätte sie gerne ein neues zimmer gehabt und auf der anderen seite soll doch einfach alles so bleiben wie es ist. hierbei braucht man sehr viel Feingefühl um vorausschauend zu sehen was passieren könnte, wenn es schief geht. 

wir haben es gewagt und es war/ist genau das richtige. sie fühlt sich noch wohler als vorher. das Ordnung halten ist wesentlich einfacher und man merkt das sie gute laune beim spielen hat.

der Frühjahrsputz hat sich für uns total gelohnt.

  

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Facebook Umfrage teil 1

Was wir Eltern wirklich brauchen!!!

 

Jeder von uns kennt diese Phasen, wo man einfach nur noch davon laufen könnte. doch wohin?

aus den fiesen Situationen die wir gelegentlich meistern müssen, können wir nicht entfliehen! wir kämpfen schließlich für unsere Kinder und unser leben! wir kämpfen dafür mehr Lebensqualität zu erhalten!

es ist mir wichtig, das mehr Transparenz geschaffen wird. das Eltern und betroffene ihre Bedürfnisse ohne scham ausdrücken dürfen. das ihnen gehör verliehen wird und es auch ernst genommen wird!

daher habe ich eine Facebook Umfrage gestartet, um den Eltern die abgestimmt haben, eine stimme zu verleihen. ihre wünsche und Bedürfnisse nach außen zu tragen. ob es etwas ändern wird, darauf habe ich keinen einfluss, aber schweigend alles hinnehmen ist sicher auch nicht der richtige weg!

 

die deutliche Mehrheit wünscht sich eine Erleichterung der Bürokratie!!!

 

ich habe einige zeit für mich selbst darüber nachgedacht, was es mit diesem Bürokratie Wahnsinn auf sich hat.

mit der Erleichterung der Bürokratie sind nicht die erstanträge gemeint, die wir alle stellen müssen, sondern viel mehr die folgeanträge!

nehmen wir beispielsweise den Schwerbehindertenausweis. dieser muss alle paar jahre verlängert oder neu beantragt werden. jetzt darf man sich eine kritische frage erlauben.

ist Autismus heilbar???

ich habe noch von keinem fall gelesen, wo Autismus geheilt wurde! also beantworte ich diese frage mit "Nein"! (wer da andere Informationen hat, darf mich sehr gerne per Nachricht anschreiben, damit ich recherchieren kann)

viel mehr logisch erscheint mir, das sich jeder mensch Veränderungen unterzieht. auch ein Autist verändert sich im laufe seines lebens. wärend Problematiken verschwinden und man diese gelernt hat zu meistern, kommen andere dinge wieder hinzu.

bei unheilbaren Krankheiten ist es also überhaupt nicht nötig eine ständige abfrage zu machen, ob sich etwas am Gesundheitszustand geändert haben könnte. es ändern sich Verhaltensweisen, ticks und der gleichen, aber der hauptkern der Beeinträchtigung bleibt wohl bestehen.

hier wäre eine Erleichterung für alle Eltern von Vorteil. wie diese im Detail aussehen mag, da sollen sich die schlauen köpfe mal Gedanken machen. es geht ja nicht nur autistischen Eltern so, sondern auch anderen Eltern die Kinder mit unheilbaren Krankheiten haben.

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unterschätzen sollte man einen anderen wichtigen teil der Umfrage nicht.

 

hilfe um soziale kontakte wahrnehmen zu können!!!

 

man könnte meinen dieses sei etwas völlig normales. falsch gedacht!!!

viele Eltern und betroffene wünschen sich einen gemeinsamen austausch. ich gehe sogar noch ein stück weiter. es ist nicht nur der austausch der gewünscht wird, sondern das man neue freunde findet und der Isolation vorbeugt. man muss sich unter gleichgesinnten nicht erklären, denn man gehört schließlich dazu. das gefühl zu haben nicht alleine zu sein ist so wichtig.

wer ist schon gerne alleine?!

das Angebot für autistische Eltern und betroffene ist wirklich mehr als dürftig. auch hier müssen wir uns selbst kritisch fragen. was kann ich gegen eine Isolation tun? was kann ich für mehr soziale kontakte tun?

sicherlich habt ihr alle schon einmal mit gekriegt das es gewisse "Trends" gibt, die irgendwann völlig normal sein werden und nicht mehr weg zu denken sind. ein Beispiel dafür ist das Thema Lactoseintoleranz oder Glutenfrei. viele menschen sind medizinisch darauf angewiesen sich so zu ernähren. doch einige müssten es nicht und machen es aber für ein besseres wohlgefühl. es ist immer mehr die rede von einem trend der sich entwickelt. betroffene ärgern sich da zum teil sehr darüber, aber das ist ein anderes Thema.

jetzt stellt euch vor, jeder von uns trägt ein bisschen dazu bei einen neuen "trend" zu erschaffen, der irgendwann einfach nicht mehr weg zu denken ist.

bastelt jemand gerne? warum in der Heimat nicht mal einen kurs für Eltern mit autistischen kindern anbieten?

geht jemand gerne schwimmen? warum nicht einfach mal bei Facebook eine frage starten und nach gleichgesinnten suchen?

warum nicht einfach mal im Autismus Zentrum (mit Erlaubnis) einen aushang machen und sich zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant verabreden?

es gibt unzählig viele Möglichkeiten. solche Aktionen würden das Angebot für uns alle vergrößern. wir gehen nach außen und verstecken uns nicht. es wird irgendwann normal sein und dann ziehen andere mit. vielleicht wird  ein toller verein aufmerksam und sieht wie wichtig das doch für betroffene ist und wie dringend hier etwas für Autisten angeboten werden sollte.

bevor wir im Autismus Zentrum angefangen haben, habe ich mich schon etwas alleine gefühlt. jetzt habe ich schon so viele Autisten gesehen und kennengelernt, das ich mir denke:" wow, wo habt ihr die ganze zeit gesteckt?"

 

meine heutige message an euch soll folgende sein.

versteckt euch nicht! tragt eure Bedürfnisse nach außen!

probiert neue wege des kennenlernens aus! jeder kann etwas und wenn es nur kuchen backen ist und man lädt zu einem Kaffeekränzchen ein!

 

ich werde neue wege versuchen und euch berichten.

 

p.s.: der zweite teil der Facebook Umfrage folgt!

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Autismus ein zartes Pflänzchen?

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mobbing

 

 

 

 

Mobbing und der pure Wahnsinn

 

an jeder ecke ist es zu hören, Kinder mobben Kinder und erwachsene tun es ihnen gleich. das führt dazu, das sich unsere Kinder noch weiter zurück ziehen und die sozialen kontakte auf ein Minimum beschränken.

liebe "normalo" Eltern, ich gebe euch zu bedenken, das Karma holt euch und eure Kinder irgendwann ein und das wollt ihr sicher nicht!!!

ihr möchtet euch ganz sicher niemals in der Situation befinden, in denen sich Eltern behinderter Kinder befinden. wir kämpfen um alles und führen teilweise echte kriege!

 

als mama von einer autistischen tochter und einer normalen, kenne ich beide seiten der Medaille. daher macht platz für die starken Frauen und Männer!!! wir tun nicht nur so, nein, wir haben tatsächlich jede menge auf dem kasten und kennen tricks, die ihr euch nicht mal vorstellen könnt.

 

dieser beitrag soll eine Erinnerung an jene werden, die ihre gute Kinderstube vergessen haben. die ihre Frustration an anderen auslassen. die sich über mögliche Konsequenzen keine Gedanken machen.

 

wir sind nicht wenige. es gibt mehr Autisten im verborgenen als man denken mag. wir sind viele und wir werden es euch nicht gleichtun!

wir machen es lieber gleich richtig mit Herz und verstand. nämlich gar nicht! wir brauchen euch nicht zu mobben, wir geben eurem Wahnsinn kein neues gesicht!

 

der Mobbing Wahnsinn muss ein ende finden, für unser Kinder und eine bessere welt!

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